Zwischen Datenflut und Entscheidungsstau

Wenn mehr Informationen keine Klarheit bringen
Mehr Daten bedeuten nicht automatisch bessere Entscheidungen.
In Organisationen reagieren wir auf Unsicherheit oft reflexhaft mit Analyse. Es werden zusätzliche Zahlen erhoben, Benchmarks verglichen, Szenarien gerechnet, Meinungen eingeholt. Der Eindruck entsteht: Wenn wir nur gründlich genug sind, entsteht daraus Klarheit.
Fastenzeit. Auch im Denken?

Fasten wird meist mit Verzicht verbunden. Weniger essen, weniger konsumieren, weniger Gewohnheiten. Ein zeitlich begrenzter Rückzug von dem, was selbstverständlich geworden ist.
Entscheiden ohne 100 % Sicherheit

Kaum eine relevante Entscheidung entsteht unter vollständiger Sicherheit. Und dennoch verhalten wir uns in Organisationen häufig so, als würden nur noch ein paar Prozent Information fehlen, bevor wir wirklich entscheiden können. Wir sammeln weitere Daten, holen zusätzliche Einschätzungen ein, prüfen noch eine Variante und verschieben den Termin. Die Annahme dahinter ist nachvollziehbar: Gute Entscheidungen brauchen Klarheit. Und Klarheit entsteht durch Information.